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Pia und wie sie die Welt sieht


Kolumne Pia Spatz und ihre Worte zum Mai - der Versuchung so nah

Pia spürt den Frühling und suhlt sich geradezu im Wonnemonat Mai, trotzdem hat sie auch ernste Botschaften und hört auf Stimmen.

Ihr Lieben, ist es nicht herrlich? Der Mai öffnet einmal mehr seine Tore, oder wie ich auch zu sagen pflege: Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Eine Zeit, in der ich meine Garderobe wechsle und meine sexy Klamotten wieder Gassi führe – zur Freude meiner zahlreichen Fans. Wir schreiten wieder hinaus oder kriechen unter Steinen und Nestchen hervor. Wir präsentieren uns, als wäre da gar kein Winter gewesen. Nun, die Ostern haben zwar einige Fettpölsterchen hinterlassen, aber ich lasse mich davon nicht beirren und beschwöre die Liebe, Lust und Zärtlichkeit (und Stretchhosen).

Vieles gibt es im Wonnemonat Mai zu erleben, beispielsweise den Eurovision Song Contest, das vermeintliche Fest der Schwulen (was feiern die Lesben?). Aber, so versichere ich euch, es geht um den Gesang, weshalb ihr mich dort nie antreten seht (ein Glück für zarte Ohren).

Oder der „Warme Mai“, Kultur für unsereins. Nicht zu vergessen findet in Zürich auch das Pink Apple Festival statt. Wie einst Schneeflittchen oder Eva beisse ich in einen, wohlgemerkt, süssen Apfel und lasse mich in der hintersten Reihe des Lichtspielhauses verführen.

Da bin ich beim Stichwort – die Verführung, diese fiese Schlange. Ihr Lieben, wie ihr sicher auch wisst, beginnt im Mai die letzte und wichtigste Phase der Kampagne „Break the Chains“, deren Botschafterin ich auch bin. Der nächste Schritt in dieser Kampagne, um HIV zu stoppen, steht an: der HIV-Test. Das Warten auf das Testresultat ist ein ziemlicher Dämpfer auf die Frühlingsgefühle, das schläckt kei Geiss weg, aber die Checkpoint-Jungs und ich halten dir gerne das Händchen – im übertragenen Sinne dann.

Von der Versuchung zur Verführung: Der Teufel Alkohol ist nämlich Thema des „Checkpoint im Gespräch“ im Mai. „Eis hämmer immer no gno“, höre ich euch sagen und sehe uns zusammen draussen sitzen und den süssen, rosa Drink im Weinglas schlürfen. “Eis“ ist vielleicht zuviel und hunderte länget denn doch nicht... Solange es uns gut tut, ist ja alles gut, aber wenn das Glas mir sagt, was ich tun soll, dann hört der Spass dann auf.

Und schlussendlich wollen wir ja Spass in unserem Leben. Nun wünsche ich euch einen wunderbar beschwingten Mai – wir sehen uns draussen!