Schlappe für den Papst

9 Feb 2015

Politik Trotz „heiliger“ Unterstützung scheitere in der Slowakei ein Referendum über die Einschränkung der Rechte Homosexueller

 

Papst Franziskus, einst vom amerikanischen Schwulenmagazin „The Advovate“ als Person des Jahres betitelt, dreht sich wie eine Fahne im Wind.

 

Vor einigen Wochen sorgte er sogar unter seinen Schäfchen für Skandale, als er eine Ohrfeige für Kinder befürwortete oder seiner Aussage, dass sich gute Katholiken nicht „wie die Kaninchen“ vermehren sollen.

 

Jüngst spielte sich Franziskus als prominenter Unterstützer eines Referendums in der Slowakei. Die konservative „Allianz für Familie“ wollte darin drei Fragen geklärt wissen: Sollen auch homosexuelle Ehen geschlossen werden, dürfen diese Paare dann Kinder adoptieren und dürfen generell die Familien in Zukunft darüber entscheiden, ob der Schule Sexualkunde-Unterricht stattfindet.

 

Trotz der heiligen Unterstützung in dem klar homophoben Referendum scheiterte dieses an der Urne. In der Slowakai muss mindestens eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent verzeichnet werden, vergangenen Sonntag interessierten sich aber nur 21 Prozent für genannte Fragen.

 

Presseberichten zufolge sieht sich die „Allianz für Familie“ trotzdem als Gewinnerin. Ihrer Ansicht nach sind 21 Prozent der Wähler gegen die Gleichberechtigung Homosexueller. Die Kampagne „Wir gehen nicht“ von LGBT-Aktivisten hält dagegen und versprach auch weiterhin einen engagierten Kampf.

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