«Die Leiden der Homosexuellen»

27 Mar 2015

Pride Bischof Jean-Marie Lovey hat ein Herz für Schwule und Lesben

 

Der Bischof unterstützt im Wallis schwule und lesbische Katholiken – trotzdem ist er gegen die Gay-Pride in Sion.

 

Jean-Marie Lovey (65), katholischer Bischof im Wallis, machte jüngst Schlagzeilen, weil er sich besonders für die homosexuelle Jugend in Sion einsetzt. Der Geistliche unterstützt die Selbsthilfegruppe der 20-jährigen Clémentine Dubuis. Diese kümmert sich um schwule und lesbische Katholiken.

 

Dubuis unterhielt sich offenbar länger mit Jean-Marie Lovey und sie habe ihn als sehr offen erlebt, wie sie gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte. Weiter habe er ihr versichert, dass ihre sexuelle Orientierung kein Hindernis für den Glauben sei – jeder habe seinen Platz in der Kirche.

 

Hier stoppt jedoch die Nächstenliebe, denn auch wenn die Selbsthilfegruppe von einem Priester begleitet wird, so würden keine homosexuellen Paare gesegnet werden. Dennoch ist sich Dubuis sicher, dass die katholische Kirche die Realität des 21. Jahrhunderts erkennen wird.

 

Bis zum 13. Juni wird das aber kaum der Fall sein – dann findet in Sion die Gay-Pride statt, die im Kreuzfeuer von konservativen Kräften im Wallis steht. Jean-Marie Lovey hält nichts von der Parade, wie er gegenüber dem Radio Rhône FM verkündete: «Der karnevaleske Charakter verspotte das Leiden der Homosexuellen», so der Bischof.

 

Kommentar der Redaktion: Immerhin hat sich Jean-Marie Lovey mit den Organisatoren der Gay Pride getroffen – er selbst scheint aber die Pride nur als Ansammlung von Federboas zu verstehen – was ja zugegebenermassen einen Funken Wahrheit beinhaltet.

 

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