Pfarrer Bucheli gab nach

28 Apr 2015

Szene Der einst so mutige Pfarrer von Bürglen bedauert heute, dass durch die Segnung eines lesbischen Paares «viele Menschen verletzt» worden seien

 

Pfarrer Bucheli bleibt im Amt – dafür musste er hoch und heilig versprechen, nie wieder öffentlich noch heimlich ein homosexuelles Paar zu segnen.

 

In einem Communiqué von Pfarrer Bucheli und dem Churer Generalvikar Martin Grichting wurde mitgeteilt, dass man zu einer Versöhnung im Fall Bürglen gelangt sei. Bucheli bedauert darin seine "Tat", sprich, ein lesbisches Paar gesegnet zu haben.

 

Er habe dadurch viele Menschen verletzt, liess er verlauten. Und er geht noch weiter: «Er bedauert auch die Unannehmlichkeiten, die er dem Bischof von Chur bereitet hat, in dessen Auftrag er in Bürglen tätig ist», wie es in der Mitteilung heisst.

 

Bucheli betonte zudem, er wolle der Kirche gegenüber loyal bleiben und künftig kein homosexuelles Paar mehr segnen - weder öffentlich noch heimlich. Generalvikar Grichting dazu: «Man kann zur Versöhnung finden, wenn alle gemeinsam auf dem Boden der katholischen Glaubenslehre stehen.»

 

Somit ist der Disput mit Bischof Vitus Huonder beigelegt und alles geht wieder seinen gewohnten Gang. Dennoch: Pfarrer Bucheli genoss gerade wegen der Segnung eines lesbischen Paares grossen Rückhalt in der Bevölkerung von Bürglen als auch in der ganzen Schweiz.

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