Vangardist druckt mit HIV-Blut

6 May 2015

Szene Das österreichische Schwulenmagazin will ein Zeichen setzen

 

Das trendige Gay-Magazin Vangardist erscheint üblicherweise online, doch in diesem Monat wird es mit einer Auflage von 3000 Stück gedruckt - die Farbe wurde mit dem Blut von drei HIV-Patienten versetzt.

 

Laut eigener Aussage zählt sich das Online-Magazin Vangardist schon lange zu den Mitstreitern im Kampf gegen HIV und Aids. Im Monat des Life Balls und dem Eurovision Song Contest will die Redaktion nun ein Zeichen setzen und den Kampf gegen das Stigma rund um HIV fortführen.

 

Zu diesem Zweck wurde die aktuelle Ausgabe mit dem Titel #HIVHeros in einer limitierten Auflage von 3000 Stück gedruckt. Speziell ist, dass die Druckfarbe mit dem Blut von HIV-infizierten Personen versetzt wurde. Vangardist konnte auf drei Spender zählen - eine Frau und Mutter, ein homosexueller und ein heterosexueller Mann.

 

Das Magazin will erreichen, dass die Leser beim Öffnen der Spezialverpackung unweigerlich mit ihren eigenen Ängsten und Unbehagen konfrontiert werden. Werden diese einmal überwunden, soll der nächste Kontakt mit einer HIV positiven Person sehr natürlich ablaufen.

 

Selbstverständlich besteht kein HIV-Risiko bei der Lektüre - eine Frage, die in den sozialen Medien bereits rege gestellt wird.  

 

 


 

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