„Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber …“ – Autor Johannes Kram ausgezeichnet

7 Oct 2018

 

Johannes Kram, Autor des im März 2018 erschienenen Buches „Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber“ ist der deutsche Preisträger der diesjährigen „Tolerantia Awards“, die am 5. Oktober in Paris verliehen wurden. 

 

Zusammen mit vier anderen europäischen Preisträgern, der ehemaligen französischen Justizministerin Christiane Taubira, der nordirischen Schauspielerin Bronagh Waugh, der Schweizer Nationalrätin Kathrin Bertschy sowie der gesamten polnischen LGBTI-Community wurde er für seinen Einsatz gegen Homophobie geehrt.

 

Kram  setzte sich  dafür  ein,  „dass  diese Gesellschaft eine bessere wird“

 

Wörtlich schreibt die Jury: „Johannes Kram ist ein  Mann  mit  aussergewöhnlich  vielen  Talenten  Wir würdigen ihn dafür, dass er diese so konsequent und über die Jahre für die Belange von LGBTI eingesetzt  hat.  Johannes  Kram  ist  mit  seinen  Interventionen  gelungen, Communtiy  in  das  20.  Jahrhundert  hinüberzutragen  und  für  ein  jüngeres  (und  breiteres) Publikum zugänglich zu machen.“

 

Die europäischen Tolerantia Awards werden jährlich als Gemeinschaftspreis von MANEO (Deutschland), SOS homophobie (Frankreich), Lambda Warszawa (Polen), The Rainbow Project (Nordirland) und Pink Cross (Schweiz) für „herausragendes Engagement“ vergeben. Der deutsche Preisträger des letzten Jahres war der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas. 

 

Bekannte Grössen in den letzten Jahren geehrt

 

In den Vorjahren wurden u.a. Volker Beck, Klaus Wowereit, Lala Süsskind und Philipp Lahm geehrt. Mitglieder des Maneo-Jury sind eine Vielzahl an Persönlichkeiten aus Politik, Literatur und Integration (und viele Weitere).

 

Der Berliner Autor, Textdichter und Marketingstratege Johannes Kram betreibt seit fast zehn Jahren den Nollendorfblog, der für die Belange von LGTBI streitet. Hierfür erhielt er 2016 eine Nominierung für den Grimme Online Award. Er ist u.a. Kolumnist beim medienkritischen BILDblog, Autor der „Operette für zwei schwule Tenöre“ und Initiator des „Waldschlösschen Appells gegen Homophobie in den Medien“. Sein im Querverlag erschienenes Buch „Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber – Die schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft“ hat eine neue Debatte über Homophobie ausgelöst. 

 

Arno Widmann schrieb dazu: "Kram weiss nicht nur sehr genau, wovon er redet. Er hat die beneidenswerte Begabung, es anderen klarzumachen. (…) Nicht nur Rassisten sagen Rassistisches und nicht nur Homophobe Homophobisches. Die letzten Sätze seines ersten Textes sind von einer überwältigenden Klugheit: 'Wenn homophob immer nur die anderen sind, brauchen wir über Homophobie nicht zu reden. Also, machen wir einen Anfang: Ich bin homophob - und Sie sind es wahrscheinlich auch!'" 

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