Kulturzentrum «The Shed» hat in New York eröffnet

4 May 2019

Mit einem gewaltigen Kulturzentrum in einem wandlungsfähigen Gebäude will New York eine Plattform für Kunst im 21. Jahrhundert schaffen. «The Shed» ist Teil des neuen Viertels Hudson Yards, des grössten und teuersten nicht-öffentlichen Bauprojekts der USA.

 

Nach vier Jahren Bauzeit und Kosten von 404 Millionen Dollar hat «The Shed» (Der Schuppen) nun offiziell eröffnet. Es verfügt über Veranstaltungsräume auf insgesamt acht Stockwerken.

 

Als «nur Muskeln und kein Fett» beschrieb die leitende Architektin Liz Diller den Bau gegenüber der Presse. Die fast 40 Meter hohe Aussenhülle lässt sich ausfahren und der Innenraum über mehrere Stockwerke für bis zu 3000 Zuschauer*innen erweitern.

 

Modernste Bühnentechnik samt Glasfaser-Internet sollen «fast alles möglich machen, was Künstler sich vorstellen können», sagte der Vorstandsvorsitzende Dan Doctoroff. Ihnen solle der Bau als Werkzeug dienen und sich laufend weiterentwickeln, so die leitende Architektin weiter.

 

Auftakt mit LGBT*-Ikone Björk

Für den Auftakt zeigt «The Shed» unter anderem eine Ausstellung des deutschen Künstlers Gerhard Richter (seine Werke sind auf dem Kunstmarkt die teuersten eines lebenden Künstlers). Dazu ist Musik der Komponisten Steve Reich und Arvo Pärt geplant. Im Programm standen ausserdem eine Fassung des antiken griechischen Dramas «Helena» sowie ein Theaterstück der isländischen Musikerin und LGBT*-Ikone Björk.

 

 

Ob «The Shed» sich in der Stadt mit 1200 kulturellen Einrichtungen behaupten kann, muss sich zeigen. Es sei nicht klar, warum New York das neue Zentrum brauche, urteilte die Website «ArtNet» und sprach von einem «Gefühl der Überflüssigkeit». Die «Washington Post» schrieb dagegen, «The Shed» sei der einzige Grund, das bei New Yorkern verhasste neue Viertel Hudson Yards überhaupt zu besuchen.

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