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Pink Cross macht mobil


Politik Corine Mauch und weitere Parlamentarier nahmen an der Mitgliederversammlung von Pink Cross teil

Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder des Schweizer Dachverbands der Schwulen zur Mitgliederversammlung im Schweizer Radio und Fernsehen. Die Anwesenden bekräftigen den Willen, sich in diesem Jahr noch stärker für LGBT-Rechte und gegen die anstehende CVP-Inititiative einzusetzen. Rund 70 Mitglieder trafen sich im Hauptgebäude von Schweizer Radio und Fernsehen zur jährlichen Mitgliederversammlung. Begrüsst wurden die Anwesenden von der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch. Sie bekräftige in ihrer Rede die Unterstützung beim Kampf um mehr Gleichberechtigung. Auch sprach sie die erhöhte Suizidrate von jungen LGBT-Menschen an. «Es ist eine Skandal, dass wir eine Gesellschafte bilden, in denen junge Menschen nicht mehr leben wollen», sagt die Stadtpräsidentin. Alle müssten sich mit aller Kraft gegen Diskriminierung einsetzen. Tätigkeitsprogramm 2015

Die Mitglieder verabschiedeten ein umfangreiches Tätigkeitsprogramm. Die Organisation setzt sich 2015 folgende Schwerpunkte:

  • Erweiterung des Anti-Diskriminierungsgesetzes

  • Abstimmungskampf CVP-Initiative

  • Hate Crime Kampagne zur Erfassung von homophober Gewalt

  • Präsenz an LGBT-Events

  • Internationale Vernetzung

Wahlen

Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Beide Co-Präsidenten, Rolf Trechsel und Mehdi Künzle, wurden wiedergewählt. Geschäftsleiter bleibt Bastian Baumann. Neu in den Vorstand gewählt wurden Thomas Joch, Roman Helfer, Stefan Bischof und Jason Netos. Damit sind zwei neue Männer aus der Romandie im Vorstand vertreten. Podiumsgespräch

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein Podiumsgespräch mit folgenden Personen statt.

  • NR Martin Naef (SP)

  • NR Louis Schelbert (Grüne)

  • NR Rosmarie Quadranti (BDP)

  • NR Hanspeter Portmann (FDP)

  • NR Roland Fischer (GLP)

  • Béatrice Wertli (CVP)

  • Janosch Weyermann (JSVP)

Die Diskussion drehte sich vordergründig um die anstehende CVP-Initiative, die die Ehedefinition von Mann und Frau in die Verfassung schreiben soll und um die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren lassen dürfen. Besonders die CVP-Vertreterin, Béatrice Wertli, hatte einen schwierigen Stand und musste zuzugeben, dass die CVP gerne auf die Definition der Ehe heute verzichten würde. Applaus erntete der GLP-Nationalrat Roland Fischer mit seiner Aussage, mehrere gesetzliche Partnerschaftsformen zu schaffen und diese gleichberechtigt für alle anzubieten.

Foto: SP Zürich