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«Traumboy»


Kultur Daniel Hellmann, Tanz- und Theaterschaffender, wird im Rahmen der Festpiele Zürich den «Traumboy» in der Gessnerallee in Szene setzen.

Daniel ist Sexarbeiter. In der Solo-Performance «Traumboy» berichtet er von seinen Erfahrungen als Prostituierter.

Schamlos, ehrlich und interaktiv. Daniel erzählt, warum er diese Arbeit aufgenommen hat, beschreibt seine Kunden und ihre Wünsche. Das Publikum erlebt einen jungen Mann, der sich gern prostituiert. Einziges Problem: das Stigma. Im Privatleben hat er seinen Nebenjob bislang geheim gehalten. Für Geld Sex mit Fremden zu haben, ist nach wie vor tabu.

«Traumboy» hinterfragt die Doppelmoral einer durchkapitalisierten und übersexualisierten Gesellschaft. Der Körper des Performers wird zur Projektionsfläche für Ängste, Fantasien und Widersprüche. Er schlüpft in die verschiedenen Rollen, die er für seine Kunden spielt – oder für die Zuschauenden?

In einer Selbstinszenierung mit doppeltem Boden wird das Publikum aufgerufen, seine sexuellen Wertvorstellungen zu hinterfragen, und einen genauen Blick auf jenes sexuelle Wesen zu werfen, für das es sich selbst hält. Sind die Grenzen in Ihrem Kopf da, wo Sie sie vermuten?

13. - 18. Juni «Traumboy» von Daniel Hellmann, Gessnerallee Zürich